Phosphat im Aquarium: Wann es nützlich ist, wann es Algen fördert und wie du den optimalen PO₄-Wert einstellst.
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Phosphat (PO₄) hat einen schlechten Ruf in der Aquaristik — viele Aquarianer sehen es als reinen Algenförderer. Die Realität ist differenzierter: Phosphat ist ein essentieller Pflanzennährstoff, und sowohl zu viel als auch zu wenig kann Probleme verursachen.
Phosphat ist Teil des NPK-Dreiecks (Stickstoff, Phosphor, Kalium) — die drei Makronährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Ohne ausreichend PO₄ können Pflanzen nicht richtig wachsen, egal wie viel du sonst düngst.
| Beckentyp | PO₄-Zielwert | Anmerkung |
|-----------|-------------|-----------|
| Low-Tech (ohne CO₂) | 0,5–1,0 mg/l | Weniger Pflanzenwachstum |
| High-Tech (mit CO₂) | 1,0–2,0 mg/l | Starkes Pflanzenwachstum |
| Fisch-only | 0–2,0 mg/l | Weniger kritisch |
| Meerwasser | < 0,03 mg/l | Extrem niedrig halten! |
Symptome von PO₄-Mangel:
> PerfectTank-Tipp: Miss Phosphat regelmäßig und logge die Werte — das Verhältnis NO₃:PO₄ sollte etwa 10:1 bis 20:1 betragen. PerfectTank zeigt dir das Verhältnis im Dashboard!
In der Aquaristik hat sich das Redfield-Ratio als Orientierung bewährt: NO₃:PO₄ = 16:1 (molar) bzw. ca. 10:1 (mg/l). Wenn dieses Verhältnis stimmt, wachsen Pflanzen optimal und Algen haben weniger Chancen.