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Die 10 besten Anfängerfische für Süßwasser
Die 10 besten Anfängerfische für Süßwasser: Robuste, pflegeleichte Arten wie Guppys, Platys und Panzerwelse im Überblick.
besatz · 9 Min. Lesezeit · anfängerfische, süßwasser, besatz, pflegeleicht, einsteiger
Die 10 besten Anfängerfische für Süßwasser
Als Einsteiger möchtest du robuste, verzeihende und schöne Fische . Hier sind die 10 besten Arten, die auch Anfängerfehler verzeihen und mit denen du garantiert Erfolg haben wirst.
Bewertungskriterien
Alle hier vorgestellten Fische erfüllen diese Anforderungen:
✅ Pflegeleicht — tolerieren schwankende Wasserwerte
✅ Friedlich — gut vergesellschaftbar
✅ Robust — verzeihen Anfängerfehler
✅ Ansprechend — attraktive Farben und Verhalten
✅ Verfügbar — in jedem Zoohandel erhältlich
1. Guppy (Poecilia reticulata)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 54 Liter (60 cm)
Temperatur: 22–28 °C
pH: 6,5–8,0
GH: 10–25 °dH
Warum Guppys perfekt für Anfänger sind:
Extrem robust — verzeihen fast jeden Fehler
Lebendgebärend — oft schon Nachwuchs im Becken
Farbenfroh — hunderte Farbvarianten
Aktiv und sichtbar — schwimmen nicht scheu herum
Haltung:
Geschlecht: 2-3 Weibchen pro Männchen (sonst Stress durch ständiges Werben)
Schwarmgröße: Mindestens 6 Tiere
Schwimmzone: Obere Wasserschicht
Vergesellschaftung:
✅ Platys, Mollys, Panzerwelse, Schnecken, Garnelen
⚠️ NICHT mit Kampffischen (Flossen werden angegriffen)
Besonderheit: Guppys vermehren sich sehr schnell ! Plane, wohin mit dem Nachwuchs.
2. Platys (Xiphophorus maculatus)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 80 Liter
Temperatur: 20–26 °C
pH: 7,0–8,0
GH: 10–25 °dH
Warum Platys großartig sind:
Äußerst friedlich — vertragen sich mit fast allen Fischen
Aktive Schwimmer — immer in Bewegung
Viele Farbformen — Rot, Orange, Schwarz, Dalmatiner-Muster
Kältetoleranter als Guppys (kein Heizer nötig in warmer Wohnung)
Haltung:
Gruppe: Mindestens 5 Tiere
Geschlecht: 2 Weibchen pro Männchen
Schwimmzone: Mitte bis oben
Fütterung:
Allesfresser — Flocken, Frostfutter, Gemüse (blanchierte Zucchini, Gurke)
Vorteil gegenüber Guppys: Vermehren sich etwas langsamer.
3. Neonsalmler (Paracheirodon innesi)
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ Einfach
Beckengröße: Ab 60 Liter
Temperatur: 20–25 °C
pH: 6,0–7,0
GH: 5–12 °dH
Warum Neons so beliebt sind:
Leuchtende Farben — blauer Streifen und roter Bauch
Schwarmverhalten — wunderschön in großen Gruppen
Friedlich und klein — perfekt für kleinere Becken
Günstig — meist unter 2 € pro Fisch
Haltung:
Schwarmgröße: Mindestens 10 Tiere (besser 15+)
Wasser: Bevorzugen weiches, leicht saures Wasser
Schwimmzone: Mittlere Wasserschicht
Besonderheit:
Neons sind etwas empfindlicher als Guppys. Erst einsetzen, wenn das Becken komplett eingefahren ist (Nitrit = 0)!
Wichtig: Nicht mit großen Fischen vergesellschaften (Skalare fressen erwachsene Neons!)
4. Panzerwelse (Corydoras sp.)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 60 Liter
Temperatur: 22–26 °C
pH: 6,0–7,5
GH: 5–19 °dH
Warum Panzerwelse unverzichtbar sind:
Bodenbewohner — nutzen untere Schwimmzone
Putzertrupp — fressen Futterreste vom Boden
Lustig zu beobachten — wuseln ständig umher
Sehr friedlich — stören niemanden
Beliebte Arten:
Metallpanzerwels (C. aeneus): Bronze-Farbe, sehr robust
Panda-Panzerwels (C. panda): Schwarz-weiß gemustert
Marmorierter Panzerwels (C. paleatus): Gemustert, kältetolerant
Haltung:
Gruppengröße: Mindestens 6 Tiere (besser 8-10)
Bodengrund: Sand oder feiner Kies (keine scharfen Kanten! Barteln!)
Verstecke: Wurzeln, Höhlen
Fütterung:
Sinkendes Futter (Tabletten), Frostfutter (Mückenlarven, Tubifex)
Tipp: Fische fressen Futterreste, aber sind keine Müllabfuhr ! Gezielt füttern!
5. Zebrabärbling (Danio rerio)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 80 Liter (brauchen viel Schwimmraum!)
Temperatur: 18–24 °C
pH: 6,5–7,5
GH: 5–19 °dH
Warum Zebrabärblinge super für Anfänger sind:
Absolut robust — überleben fast alles
Kältetoleranter — kein Heizer nötig (Zimmertemperatur reicht)
Sehr aktiv — ständig in Bewegung
Günstig — 1-2 € pro Fisch
Haltung:
Schwarmgröße: Mindestens 8 Tiere
Becken: Lang und flach (Zebras sind Sprintschwimmer!)
Schwimmzone: Oben und Mitte
Achtung:
Zebrabärblinge sind sehr schnell und verfressene Fresser . In Gesellschaft mit ruhigen Fischen (z.B. Guramis) können sie Futter wegfressen.
Ideal für: Ungeheizte Becken, Anfänger die "Hardcore-Robustheit" wollen.
6. Zwergfadenfisch (Trichogaster lalius)
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ Einfach
Beckengröße: Ab 60 Liter
Temperatur: 24–28 °C
pH: 6,0–7,5
GH: 5–15 °dH
Warum Zwergfadenfische ein Highlight sind:
Wunderschöne Farben — rot, blau, neon-blau
Ruhiges Temperament — friedlich und elegant
Labyrinther — können Luftsauerstoff atmen (interessant zu beobachten!)
Gute Größe — 5-6 cm, nicht zu klein
Haltung:
Paarweise oder 1 Männchen mit 2-3 Weibchen
Niemals 2 Männchen im selben Becken (Revierkämpfe!)
Schwimmzone: Mitte bis oben
Besonderheit:
Männchen bauen Schaumnester an der Oberfläche (auch ohne Zuchtabsicht). Schwimmpflanzen helfen dabei.
Achtung: Zwergfadenfische sind anfällig für Iridovirus (unheilbar). Nur bei seriösen Züchtern/Händlern kaufen!
7. Antennenwels (Ancistrus sp.)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 80 Liter
Temperatur: 22–28 °C
pH: 6,0–7,5
GH: 5–19 °dH
Warum Antennenwelse großartig sind:
Algenfresser — halten Scheiben und Deko algenfrei
Nachtaktiv — tagsüber versteckt, abends aktiv
Robust — verzeihen viel
Charaktervoll — "Gesicht" ist unverwechselbar
Haltung:
Einzelhaltung oder Paar (Männchen haben "Geweih" auf dem Kopf)
Verstecke: Höhlen, Wurzeln (unbedingt nötig!)
Holz im Becken: Welse raspeln Holz für Verdauung
Fütterung:
Welstabletten
Gemüse (Gurke, Zucchini, Paprika)
Algen
Wichtig: Antennenwelse werden 12-15 cm groß — kein "Nano-Fisch"!
8. Roter Neon (Paracheirodon axelrodi)
Schwierigkeitsgrad: ⭐⭐ Einfach
Beckengröße: Ab 60 Liter
Temperatur: 23–28 °C
pH: 5,5–7,0
GH: 2–10 °dH
Warum Rote Neons noch schöner als normale Neons sind:
Intensivere Farben — roter Streifen geht über die gesamte Körperlänge
Schwarmfisch — traumhaft in großen Gruppen
Friedlich — perfekt für Gemeinschaftsbecken
Unterschied zu normalen Neons:
Etwas größer (5 cm vs. 4 cm)
Wärmeliebender (mind. 23 °C)
Etwas empfindlicher (brauchen weiches Wasser!)
Haltung:
Schwarmgröße: Mindestens 10 Tiere (besser 20+)
Weichwasser bevorzugt (GH unter 10 °dH)
Dunkler Bodengrund → Farben leuchten intensiver
Empfehlung: Erst nach 3 Monaten einsetzen (nach stabiler Einfahrphase).
9. Kardinalfisch / Kardinalsalmler (Tanichthys albonubes — "White Cloud Mountain Minnow")
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 60 Liter
Temperatur: 16–22 °C (!!)
pH: 6,0–8,0
GH: 5–19 °dH
Warum Kardinalfische perfekt sind:
Kaltwasserfisch — kein Heizer nötig!
Extrem robust — einer der härtesten Fische überhaupt
Schöne Farben — rote Flossen, goldener Streifen
Sehr friedlich — ideal für Anfänger
Haltung:
Schwarmgröße: Mindestens 8 Tiere
Temperatur: Perfekt für ungeheizte Aquarien (18-20 °C Zimmertemperatur)
Schwimmzone: Mitte
Besonderheit:
Kardinalfische brauchen KÜHLES Wasser! Sie sind perfekt für alle, die kein geheiztes Tropenbecken wollen.
Vergesellschaftung: Mit anderen Kaltwasserfischen (Bitterlinge, Goldfische im großen Becken)
10. Amanogarnele (Caridina multidentata)
Schwierigkeitsgrad: ⭐ Sehr einfach
Beckengröße: Ab 40 Liter
Temperatur: 18–28 °C
pH: 6,5–7,5
GH: 6–20 °dH
Warum Amanogarnelen genial sind:
Beste Algenvernichter überhaupt (fressen Fadenalgen!)
Transparent — fast unsichtbar, wirken natürlich
Groß — bis 6 cm, werden nicht von Fischen gefressen
Robust — verzeihen Wasserwerte-Schwankungen
Haltung:
Gruppengröße: Mindestens 5 Tiere (besser 10+)
Verstecke: Moose, Pflanzen
Keine Kupfer-Medikamente verwenden (giftig für Garnelen!)
Fütterung:
Algen, Biofilm
Welstabletten, blanchiertes Gemüse
Laub (Buche, Eiche, Seemandelbaumblätter)
Besonderheit: Amanogarnelen vermehren sich nicht in Süßwasser (Larven brauchen Salzwasser) → keine Überpopulation!
Beispiel-Besatz für ein 100-Liter-Becken
Obere Zone:
8 Guppys (6 Weibchen, 2 Männchen)
Mittlere Zone:
Untere Zone:
8 Panzerwelse (z.B. Metallpanzerwelse)
1 Antennenwels
Putzertrupp:
6 Amanogarnelen
3 Rennschnecken
AqAdvisor-Stocking: ~75%
Pflegeaufwand: Gering (1 Wasserwechsel/Woche)
Was du NICHT als Anfänger halten solltest
❌ Diskus — brauchen sehr weiches Wasser und sind krankheitsanfällig
❌ Kampffisch (Betta) in Gemeinschaft — oft zu aggressiv
❌ Goldfische — brauchen riesige Becken (200L+) und Kaltwasser
❌ Skalare — werden groß (15 cm), fressen kleine Fische
❌ Welse (Common Pleco) — werden bis 50 cm groß!
❌ Neonkrankheit-anfällige Wildfänge — schwierig
Fazit
Die perfekte Anfänger-Kombi:
Oberflächenfische: Guppys oder Platys
Schwarmfische: Neons oder Zebrabärblinge
Bodenbewohner: Panzerwelse
Algenfresser: Antennenwels oder Amanogarnelen
Langsam besetzen, Wasserwerte testen, und du wirst jahrelang Freude an deinen Fischen haben!
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